ABKANTPRESSE EVO III

Abkantpresse EVO III Hybrid Abkantpresse für präzises Blechbiegen mit niedrigen Energiekosten

Warum die Abkantpresse heute zum Herzstück moderner Blechbearbeitung gehört

In der industriellen Fertigung entscheidet sich Qualität oft an Kanten, Radien und Winkeln. Wo früher viel manuelles Richten, Nacharbeiten und Kontrollmessen nötig war, liefern moderne Anlagen heute reproduzierbare Ergebnisse in Serienqualität. Genau hier steht die Abkantpresse als zentrale Maschine: Sie verbindet Präzision, Produktivität und Wirtschaftlichkeit in einem Prozess, der sich perfekt in eine moderne Blechbearbeitung einfügt.

Eine zeitgemäße Abkantmaschine ist längst nicht mehr nur eine schwere Presse mit Werkzeugen. Sie ist ein hochpräzises System aus Steuerung, Achsregelung, Mess- und Korrekturmechanik, Werkzeugtechnik, Materialwissen und Prozessverständnis. Wer effizient Blechbiegen oder Metallbiegen will, braucht einen sauberen, kalkulierbaren Prozess: vom Zuschnitt über die Biegesequenz bis zur Endkontrolle. In vielen Betrieben ist die Abkanttechnik der Engpass, aber auch der größte Hebel: Mit der richtigen Maschine steigen Ausbringung, Wiederholgenauigkeit und Oberflächenqualität, während Ausschuss, Nacharbeit und Stillstände sinken.

Diese Entwicklung wird besonders sichtbar, wenn man moderne Konzepte wie hybride Antriebe, geschlossene Hydrauliksysteme, servoangetriebene Achsen und intelligente Bombierung betrachtet. Genau in diesem Umfeld positioniert sich die EVO III als Hybridlösung für Betriebe, die hohe Präzision, niedrige Betriebskosten und nachhaltige Fertigung konsequent zusammenbringen wollen.

Produktinformation EVO III Hybrid Abkantpresse

Die EVO III Hybrid Abkantpresse ist eine energieeffiziente, hochpräzise Biegelösung für anspruchsvolle Anwendungen in der industriellen Blechfertigung. Entwickelt auf Basis jahrzehntelanger Abkant-Erfahrung, kombiniert sie moderne Hybridtechnologie mit einem geschlossenen Hydrauliksystem und erreicht im Vergleich zu klassischen Systemen eine Energieeinsparung von bis zu 73 Prozent. Der geschlossene Hydraulikkreislauf reduziert Wartungsaufwand, und mit nur 34,5 Litern Öl ist die Maschine besonders umweltbewusst ausgelegt.

Mit 4,1 Metern Biegelänge und bis zu 260 Tonnen Presskraft deckt die EVO III ein breites Spektrum ab, von mittleren Bauteilen bis zu großformatigen Blechteilen. Die 6-achsige CNC-Steuerung ist standardmäßig integriert, ebenso eine motorisierte Bombierung für exakte Winkel über die gesamte Biegelänge. Hohe Achsdynamik minimiert Nebenzeiten: 200 Millimeter pro Sekunde Annähergeschwindigkeit beschleunigen die Taktzeit, während 10 Millimeter pro Sekunde Arbeitsgeschwindigkeit kontrollierte, saubere Biegungen unterstützt. Mit einem Geräuschpegel von nur 63 Dezibel entsteht ein deutlich angenehmeres Arbeitsumfeld als bei vielen klassischen Anlagen.

Zusätzliche Merkmale wie servoangetriebener Hinteranschlag, große Ausladung von 410 Millimetern, hoher Stößelhub von 275 Millimetern und eine Einbauhöhe von 550 Millimetern schaffen Flexibilität für komplexe Werkstücke, tiefe Kästen und wiederholgenaue Serienproduktion. Eine realistische 3D-Programmunterstützung über ER TOUCH erleichtert Programmierung und Bedienung, reduziert Rüstzeit und vermeidet Kollisionsfehler.

Technische Daten EVO III im Überblick


ParameterEVO III Hybrid Abkantpresse
Technik-Set (für die Konfiguration)SET 50/ 500-5.5 P
Biegelänge4.100 mm (Optionen 2.100 bis 6.100 mm)
Presskraftbis 260 t (Optionen 100 bis 260 t)
Stößelhub275 mm
Einbauhöhe (Daylight)550 mm
Ausladung (Bögen, Boğaz derinliği)410 mm
AchsenStandard 6 Achsen: Y1, Y2, X, R, Z1, Z2
Annähergeschwindigkeit200 mm/s
Arbeitsgeschwindigkeit10 mm/s
Rücklaufgeschwindigkeit190 mm/s
Hydrauliksystemgeschlossener Kreislauf, wartungsarm
Ölmenge34,5 l
Geräuschpegel63 dB
Bombierungmotorisiert, Standard
Hinteranschlagservoangetrieben, hochpräzise Positionierung
3D-Unterstützungrealistische 3D-Programmierung und Bedienhilfe über ER TOUCH

Abkantpresse, Abkantmaschine oder Kantbank: Was Betriebe wirklich suchen

In der Praxis werden mehrere Begriffe genutzt, oft abhängig von Region, Branche oder Unternehmensgröße. Manche sprechen von Kantbank, andere von Blechkantmaschine oder ganz allgemein von Biegemaschine. Entscheidend ist jedoch nicht der Name, sondern die technische Leistungsfähigkeit: Achsgenauigkeit, Stabilität, Presskraftreserve, Werkzeugstandard, Steuerungslogik und Prozesssicherheit.

Eine klassische Kantbank kann für einfache Profile ausreichend sein. Wenn jedoch Serien, wechselnde Teile, enge Winkel- und Maßtoleranzen oder empfindliche Oberflächen gefordert sind, führt an einer CNC-Lösung kaum ein Weg vorbei. Genau deshalb sind Suchbegriffe wie CNC Abkantpresse und CNC Abkantmaschine so stark nachgefragt: Betriebe suchen nach kalkulierbarer Qualität und wiederholbarer Produktion, ohne dass einzelne Experten jede Biegung per Gefühl nachstellen müssen.

Wie eine Abkantpresse arbeitet: Gesenkbiegen als industrieller Standard

Die meisten modernen Systeme arbeiten als Gesenkbiegepresse. Dabei wird das Blech zwischen Ober- und Unterwerkzeug positioniert und gezielt umgeformt. Das zentrale Prinzip ist einfach, die Praxis ist anspruchsvoll: Materialdicke, Festigkeit, Biegerichtung, Faserverlauf, Werkzeuggeometrie, Matrizenöffnung und Rückfederung beeinflussen den endgültigen Winkel.

Damit der Prozess stabil bleibt, braucht es mehrere Bausteine:

  • Stabile Presskraft und steife Maschine für konstante Ergebnisse

  • Präziser Hinteranschlag für reproduzierbare Einlegetiefe

  • Passende Abkantwerkzeuge und korrekt ausgewählte Matrizen

  • Eine saubere Korrekturmechanik wie Bombierung zur Winkelgleichheit

  • Prozesswissen zur Materialrückfederung und zur Winkelstrategie

In diesem Umfeld gewinnen Begriffe wie Biegewinkel, Biegelänge, Presskraft und Tonnage Abkantpresse eine ganz konkrete Bedeutung. Sie sind nicht nur Datenblattwerte, sondern bestimmen, ob ein Teil prozesssicher gefertigt wird oder ob Nacharbeit, Ausschuss und Zeitverlust entstehen.

Hybridtechnologie in der Abkantpresse: Warum weniger Energie oft mehr Leistung bedeutet

Viele Betriebe stehen vor dem gleichen Zielkonflikt: höhere Stückzahlen und bessere Qualität bei gleichzeitig steigenden Energiekosten. Klassische Hydrauliksysteme liefern hohe Kräfte, verbrauchen jedoch in vielen Betriebszuständen unnötig Energie. Moderne Hybridkonzepte setzen genau hier an: Energie wird bedarfsgerecht bereitgestellt, Nebenzeiten werden reduziert, und der Wirkungsgrad der Gesamtanlage steigt.

Die EVO III nutzt ein hybrides Konzept und erreicht gegenüber klassischen Systemen eine Energieeinsparung von bis zu 73 Prozent. Das wirkt sich direkt auf die Wirtschaftlichkeit aus, besonders bei Mehrschichtbetrieb oder hohem Serienanteil. Gleichzeitig sinkt der Wärmehaushalt, was die Ölbelastung reduziert und die Prozessstabilität verbessert.

Der zweite Punkt ist Wartung: Ein geschlossenes System reduziert Verschmutzungseintrag, senkt Ölvolumen und minimiert typische Wartungspunkte. Die Kombination aus geschlossenem System und nur 34,5 Litern Öl ist nicht nur ein Umweltargument, sondern auch ein praktischer Vorteil: Ölwechsel, Leckage-Risiko und Stillstandszeiten werden geringer.

Hydraulische Abkantpresse, elektrische Abkantpresse, servoelektrische Abkantpresse: Welche Technologie passt wann

Bei der Auswahl hören Betriebe oft drei Hauptkategorien:

  • hydraulische Abkantpresse

  • elektrische Abkantpresse

  • servoelektrische Abkantpresse

Hydraulik steht traditionell für hohe Kräfte und robuste Industrieauslegung. Elektrische Konzepte punkten mit Effizienz, Sauberkeit und Dynamik, sind aber je nach Baugröße und Kraftklasse nicht immer die erste Wahl. Servoelektrische Systeme kombinieren die Vorteile aus Regelbarkeit und Effizienz, erfordern jedoch eine passende Maschinenarchitektur.

Hybridlösungen bilden in der Praxis häufig den besten Kompromiss: hohe Presskraftreserven, stabile Biegefähigkeit über große Längen und gleichzeitig ein deutlich reduzierter Energiebedarf. Genau deshalb sind hybride Anlagen in vielen Fertigungsumgebungen interessant: Stahlbau, Gehäusebau, Maschinenbau, Blechmöbel, Schaltschrankbau und allgemeine Metallfertigung.

Präzision in der Blechbiegemaschine: Hinteranschlag, Achsen und Wiederholgenauigkeit

Wer präzise produziert, denkt in Achsen, nicht nur in Tonnen. Eine moderne CNC-Maschine arbeitet mindestens mit den Stößelachsen und einer Hinteranschlagachse. In der Praxis sind heute 6 Achsen für anspruchsvolle Teile ein sehr verbreiteter Standard, weil sie komplexe Biegesequenzen ermöglichen und die Positionierung stabilisieren.

Bei der EVO III ist standardmäßig ein 6-Achssystem integriert: Y1, Y2, X, R, Z1, Z2. Das bedeutet:

  • Y1 und Y2 regeln den Stößel links und rechts getrennt und sichern Parallelität

  • X positioniert den Hinteranschlag in Längsrichtung

  • R regelt die Hinteranschlaghöhe, wichtig für unterschiedliche Biegestufen

  • Z1 und Z2 erlauben segmentierte Anschläge oder flexible Positionierung bei asymmetrischen Teilen

Ein servoangetriebener Hinteranschlag sorgt zusätzlich dafür, dass Positionen schnell erreicht und sicher gehalten werden. Damit werden Nebenzeiten kürzer und die Prozessfähigkeit steigt. In Suchanfragen taucht dieser Bereich oft unter Begriffen wie Hinteranschlag, Biegehilfe oder auch unter Werkzeugthemen auf, weil Einlegen, Anschlagen und Biegen in der Realität zusammengehören.

Bombierung: Der Schlüssel zu gleichmäßigen Winkeln über die gesamte Biegelänge

Bei langen Biegelängen kann der Rahmen, abhängig von Kraft und Einleitung, minimal durchbiegen. Das führt ohne Korrektur dazu, dass die Winkel in der Mitte anders ausfallen als an den Seiten. Genau deshalb ist Bombierung so wichtig. Unter dem Suchbegriff Bombierung verstehen Fertiger ein Korrektursystem, das diese Durchbiegung kompensiert.

Die EVO III bietet eine motorisierte Bombierung als Standard. Das ist besonders relevant für Serienproduktion, weil sich Einstellungen reproduzierbar speichern lassen. Wer häufig zwischen Materialien und Dicken wechselt, profitiert ebenfalls: Der Bediener kann die Bombierung passend zum Auftrag einstellen und erhält über die ganze Länge gleichmäßige Winkel.

Abkantwerkzeug, Oberwerkzeug, Unterwerkzeug: Warum Werkzeugtechnik den Unterschied macht

Oft wird beim Maschinenkauf zuerst auf Tonnage und Länge geschaut. In der Produktion entscheidet jedoch das Werkzeug über Ergebnis und Prozessstabilität. Suchbegriffe wie Abkantwerkzeug, Abkantwerkzeuge, Oberwerkzeug Abkantpresse und Unterwerkzeug Abkantpresse sind deshalb so stark, weil Betriebe konkrete Probleme lösen möchten: Abdrücke vermeiden, enge Radien biegen, kurze Schenkel realisieren, Kollisionen reduzieren und Rüstzeiten senken.

Grundsätzlich gilt:

  • Das Oberwerkzeug ist der Stempel, die Geometrie bestimmt Radius und Kantenbildung

  • Das Unterwerkzeug ist die Matrize, deren Öffnung beeinflusst Kraftbedarf, Radius und Rückfederung

  • Segmentierte Werkzeuge erhöhen Flexibilität, reduzieren Rüstzeit und erleichtern Serienwechsel

  • Werkzeugstandards und Kompatibilität schützen Investitionen und sichern schnelle Beschaffung

In der Praxis wird häufig nach Matrize Abkanten und Stempel Abkanten gesucht, weil genau diese Teile im Alltag verschleißen oder an neue Produkte angepasst werden müssen. Eine professionelle Blechfertigung kalkuliert deshalb nicht nur die Maschine, sondern das gesamte System aus Werkzeug, Bedienablauf und Qualitätsstrategie.

Biegewinkel, Rückfederung und Materialverhalten: Der unterschätzte Teil des Prozesses

Wer Abkanten Stahl, Abkanten Edelstahl oder Abkanten Aluminium prozesssicher beherrschen will, muss die Materialrückfederung verstehen. Je höher die Festigkeit, desto stärker die Rückfederung, desto wichtiger ist eine stabile Steuerung und eine definierte Winkelstrategie. Edelstahl verlangt oft höhere Kräfte und ist empfindlicher gegen Oberflächenabdrücke. Aluminium ist weicher, reagiert aber sensibel auf Werkzeugoberflächen und kann bei falscher Matrizenwahl Druckstellen zeigen.

Die wichtigsten Einflussgrößen auf den Winkel sind:

  • Materialdicke und tatsächliche Dickentoleranzen

  • Festigkeit, Zustand und Chargenschwankungen

  • Matrizenöffnung und Werkzeugradius

  • Biegegeschwindigkeit und Prozessfenster

  • Bombierung und Stößelparallelität

  • Länge des Bauteils und Kraftverteilung

Wer diese Faktoren stabilisiert, bekommt reproduzierbare Biegewinkel und reduziert Mess- und Korrekturaufwand. Genau an diesem Punkt helfen moderne Steuerungen, Achsregelungen und saubere Mechanik.

Winkelmesssystem: Wann sich Messen in Echtzeit lohnt

Viele Betriebe suchen nach Winkelmesssystem, weil sie trotz guter Maschinenmechanik Schwankungen sehen: Materialchargen, Temperatur, Werkzeugzustand oder unterschiedliche Bediener. Ein Winkelmesssystem misst den Winkel während oder direkt nach dem Biegen und kann automatisch nachkorrigieren. Besonders bei hoher Teilevarianz oder sehr engen Winkeltoleranzen ist das ein Produktivitätshebel: weniger Probestücke, weniger Nachbiegen, weniger Ausschuss.

Je nach Ausführung ist ein Winkelmesssystem eine Option, die sich schnell rechnet, wenn häufig wechselnde Materialien und Dicken verarbeitet werden oder wenn die Qualitätsanforderungen besonders hoch sind.

Hohe Geschwindigkeit, niedrige Nebenzeiten: Warum Annäherung und Rücklauf so wichtig sind

Bei vielen Teilen ist nicht die reine Biegezeit der Kostentreiber, sondern die Summe aus Einlegen, Anschlagen, Annähern, Biegen, Rücklauf und Entnahme. Die EVO III bietet hier klare Werte: 200 Millimeter pro Sekunde Annäherung, 10 Millimeter pro Sekunde Arbeitsgeschwindigkeit, 190 Millimeter pro Sekunde Rücklauf. Das bedeutet: schnelle Nebenzeiten, aber kontrolliertes Biegen im Arbeitsfenster, damit Oberfläche und Winkel stabil bleiben.

In der Praxis führt dieser Mix oft zu einem spürbaren Gewinn, weil die Maschine pro Schicht mehr Teile schafft, ohne dass die Qualitätsquote sinkt.

Leiser Betrieb und ergonomische Fertigung: Produktivität beginnt beim Bediener

Mit 63 Dezibel liegt die Maschine in einem Bereich, der in vielen Werkhallen als deutlich angenehmer empfunden wird als klassische Systeme. Ein leiserer Prozess bedeutet weniger Stress, weniger Ermüdung und häufig auch weniger Kommunikationsprobleme zwischen Team und Bediener. Gerade in Mehrschichtumgebungen kann das ein unterschätzter Faktor sein: Ein guter Arbeitsplatz stabilisiert Qualität und reduziert Fehler.

Laserschneiden und Abkanten: Der Standardprozess in der modernen Blechfertigung

Viele Betriebe suchen gezielt nach Laserschneiden und Abkanten, weil diese Kombination heute als Standard gilt. Der Laser liefert schnelle, präzise Zuschnitte, die Abkantpresse erzeugt die endgültige Form. Damit dieser Workflow effizient läuft, müssen beide Prozesse abgestimmt sein:

  • saubere Schnittkanten für stabile Bezugskanten beim Anschlagen

  • korrekte Abwicklung, damit Maße nach dem Biegen stimmen

  • definierte Biegereihenfolge zur Kollisionsvermeidung

  • Werkzeugauswahl passend zur Geometrie

  • reproduzierbarer Anschlagprozess über Hinteranschlag und Anschlagfinger

Hier gewinnt die 3D-Unterstützung an Bedeutung: Eine realistische Simulation zeigt Reihenfolge, Werkzeugwahl und mögliche Kollisionen, bevor das erste Teil gebogen wird. Damit sinkt das Risiko teurer Fehler, insbesondere bei großen Teilen oder komplexen Kästen.

3D-Unterstützung und Bedienlogik: Weniger Rüstzeit, weniger Fehler

Die EVO III bietet eine realistische 3D-Unterstützung über ER TOUCH. Der Nutzen ist praxisnah: Bediener können Bauteile unterscheiden, Biegesequenzen nachvollziehen und potenzielle Kollisionen früh erkennen. Das beschleunigt das Anlernen neuer Mitarbeiter, reduziert Rüstzeit und stabilisiert Qualität. Gerade bei hoher Variantenvielfalt ist das ein entscheidender Hebel: weniger Probeteile, weniger Nachstellen, schnellere Auftragswechsel.

Abkantpresse kaufen: Auswahlkriterien, die in der Praxis zählen

Wer nach Abkantpresse kaufen sucht, denkt oft zuerst an Presskraft und Länge. Für eine wirklich passende Investition sollten Betriebe jedoch systematisch vorgehen:

  1. Teileportfolio analysieren: Material, Dicke, Länge, Geometrie, Toleranzen

  2. Presskraft realistisch berechnen: mit Reserve für hohe Festigkeiten

  3. Biegelänge passend wählen: nicht zu knapp, aber auch nicht überdimensioniert

  4. Achsenbedarf klären: einfache Teile, oder komplexe Kästen und Stufen

  5. Werkzeugstandard definieren: Segmentierung, Schnellspannung, Kompatibilität

  6. Bombierung fest einplanen: besonders bei langen Biegelängen

  7. Steuerung und Programmierung bewerten: Bedienerfreundlichkeit, 3D-Funktionen

  8. Service und Ersatzteilversorgung: Reaktionszeiten, Schulung, Dokumentation

  9. Energie- und Betriebskosten kalkulieren: nicht nur Anschaffung, sondern Lebenszyklus

Genau deshalb sind auch Suchbegriffe wie Abkantpresse Hersteller so präsent: Viele Käufer möchten nicht nur eine Maschine, sondern eine langfristige Partnerschaft in Service, Werkzeugberatung und Prozesssupport.

Abkantpresse Preis und Wirtschaftlichkeit: Warum Betriebskosten wichtiger sind als der Kaufbetrag

Der Abkantpresse Preis ist ein zentrales Thema, aber eine seriöse Bewertung betrachtet den gesamten Lebenszyklus. Wer nur den Kaufpreis vergleicht, übersieht oft die Hauptkosten:

  • Energieverbrauch über mehrere Jahre

  • Wartung, Ölwechsel, Verschleißteile

  • Stillstand durch ungeplante Ausfälle

  • Ausschuss und Nacharbeit durch instabile Prozesse

  • Rüstzeit und Bedienaufwand

  • Werkzeuginvestitionen und Werkzeugwechselzeiten

Hybridtechnik und ein geschlossener Hydraulikkreislauf wirken genau hier: weniger Energie, weniger Öl, weniger Wartung. Gleichzeitig sorgt ein präziser Hinteranschlag, Achsstabilität und motorisierte Bombierung für weniger Nacharbeit. Das Ergebnis ist meist eine deutlich bessere Gesamtrechnung, besonders bei hoher Auslastung.

Gebrauchte Abkantpresse: Wann gebraucht sinnvoll ist und wann nicht

Viele Betriebe suchen nach gebrauchte Abkantpresse, weil der Einstieg günstiger wirkt. Gebraucht kann sinnvoll sein, wenn:

  • das Teileportfolio stabil und einfach ist

  • genügend Werkzeug vorhanden ist

  • Service und Ersatzteile gesichert sind

  • Achsgenauigkeit und Rahmenzustand geprüft wurden

  • Steuerung und Sicherheitstechnik dem Bedarf entsprechen

Kritisch wird es, wenn hohe Präzision, wechselnde Teile und kurze Lieferzeiten gefordert sind. Dann kann eine moderne CNC-Lösung mit stabiler Prozessführung und niedrigen Betriebskosten in Summe günstiger sein, selbst wenn der Kaufpreis höher ist. Hier lohnt die Betrachtung über Energie, Stillstand und Ausschuss.

Metallverarbeitung und Blechfertigung: Typische Anwendungen für die EVO III

In der Metallverarbeitung und Blechfertigung gibt es typische Werkstücke, die eine 4,1 Meter Maschine mit hoher Presskraft besonders gut abdeckt:

  • lange Seitenwände und Abdeckungen im Maschinenbau

  • Schaltschrank- und Gehäusekomponenten

  • Profile, Konsolen, Halterungen, Träger

  • Kästen, Wannen, Hauben, Verkleidungen

  • Stahlteile mit hohen Festigkeiten und hohen Kraftanforderungen

  • Edelstahlbauteile mit hohen Oberflächenanforderungen

  • Aluminiumteile mit Fokus auf saubere Oberflächen und reproduzierbare Winkel

Dabei spielt nicht nur die Kraft eine Rolle, sondern auch Ausladung, Einbauhöhe und Hub. 410 Millimeter Ausladung und 550 Millimeter Einbauhöhe erweitern das Spektrum deutlich, weil tiefere Bauteile ohne Kollisionen gefertigt werden können.

Prozesssicherheit im Alltag: Von der Einlegekante bis zur Serienqualität

Eine leistungsfähige Blechbiegemaschine ist nur so gut wie der Prozess, der um sie herum gebaut wird. Betriebe, die konstant gute Qualität liefern, standardisieren drei Dinge:

  • Material und Zuschnittqualität

  • Werkzeug- und Rüststandard

  • Prüf- und Korrekturstrategie

Das bedeutet konkret: gleiche Matrizenöffnungen für gleiche Dicken, definierte Werkzeuggruppen, klare Biegereihenfolgen, saubere Anschlagflächen, regelmäßige Werkzeugprüfung und eine dokumentierte Erstmusterfreigabe. Mit einer stabilen Maschine und einer sauberen Prozessorganisation wird Biegen zu einem planbaren Fertigungsschritt, nicht zu einem Erfahrungswert.

EVO III Hybrid Abkantpresse als nachhaltige Lösung für Präzision, Geschwindigkeit und niedrige Betriebskosten

Die EVO III Hybrid Abkantpresse verbindet hohe Presskraft und große Biegelänge mit moderner Energieeffizienz und prozesssicherer Präzision. Bis zu 73 Prozent Energieeinsparung, geschlossener Hydraulikkreislauf mit nur 34,5 Litern Öl, 6 Achsen standardmäßig, motorisierte Bombierung, servoangetriebener Hinteranschlag, hohe Geschwindigkeiten und leiser Betrieb mit 63 Dezibel: Diese Kombination zielt genau auf das, was Betriebe heute suchen, wenn sie eine Abkantlösung für anspruchsvolle Serien und flexible Aufträge bewerten. Wer Qualität, Produktivität und Wirtschaftlichkeit in der Blechbearbeitung konsequent zusammenführen möchte, findet in dieser Bauweise eine starke Grundlage für nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit.